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| Das
Material im Bogenbau |
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Ursprünglich wurden
für die Bogenherstellung verschiedene exotische Hölzer verwendet. Alle
zeichneten sich durch Stabilität und Dichte aus. In Deutschland wurden
diese Hölzer nach ihrer Herkunft oft "indianische Hölzer" genannt.
Beginnend im 16. Jahrhundert bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden
Fernambukstämme hauptsächlich als rotes Färbemittel nach Europa
importiert. Im Bogenbau ist das Holz ab Mitte des 18. Jahrhunderts
nachweisbar. Die Brüder Tourte waren unter den ersten Bogenmachern, die
die besonderen Eigenschaften dieses Holzes zu schätzen wußten. |

Die
Bogenmacherwerkstatt Pfretzschner um 1900
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| Nach kurzer Zeit
hatte Fernambuk Anfang des 19. Jahrhunderts alle anderen Holzarten in
der Gunst der Musiker verdrängt. Es hat sich einerseits wegen seiner
klanglichen Qualität und andererseits durch seine physikalischen und
mechanischen Eigenschaften als ideales Material für Bogenstangen bis
heute bewährt. Auch ca. 250 Jahre nach seiner Einführung gibt es für
Bogenmacher und Musiker keine gleichwertige Alternative:
Die Gesamtheit seiner besonderen Eigenschaften wie
Festigkeit, Flexibilität, spezifisches Gewicht, die Fähigkeit die
Biegung zu halten und letztlich seine Schönheit machen Fernambuk zu
einem unvergleichlichen Material für den Bogenbau.
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